Rote Rosen, goldener Glanz und der „German Dream“

Feierlicher Abschluss der zweijährigen kaufmännischen Berufsfachschule an der Robert-Franck-Schule.

Die Lob- und Preisträger des WS-Abschlussjahrgangs 2026 Von links: Schulleiter Steffen Benz, Maurice Kluger, Ali Haq Parast, Klasen Emma, Antonis Jica, Yunus Türkmen, Sami Hakim, Abteilungsleiter Mathias Mayer, Lara Alatas

Am Freitagabend, 17. Juli 2026, schimmerten an der Robert-Franck-Schule goldene Glitzervorhänge im Abendlicht, rote Rosen standen bereit und ungewohnt festlich gekleidete Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule sammelten sich in der Aula, um ihren lang ersehnten Abschluss in glamourösem Rahmen entgegenzunehmen.

„Liebe Zuhörenden und Nicht-Zuhörenden“, eröffnete Schulleiter Steffen Benz seine Ansprache mit einer augenzwinkernden Anspielung auf den Unterrichtsalltag und gewann damit sofort die Aufmerksamkeit der aufgeregten Schülerschar. Er gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zu ihrer „großen Leistung“ und riet ihnen, ihre ganz eigene Zukunftsvorstellung mit gesundem Ehrgeiz und der nötigen Portion Gelassenheit zu verwirklichen. Ob „Studium oder doch nur Bahnhof“ – entscheidend sei, zu den eigenen Werten zu stehen und Verantwortung zu übernehmen.

Den Glückwünschen schloss sich Abteilungsleiter Mathias Mayer an, der die Wirtschaftsschule seit dem vergangenen Schuljahr „mit Herz und Härte“ begleitet. 57 Schülerinnen und Schüler hätten in diesem Jahr die Mittlere Reife erreicht – immerhin rund die Hälfte der ursprünglich 120 gestarteten Jugendlichen. Anerkennend zeichnete er die sieben Lob- und Preisträger für ihre außergewöhnlichen Leistungen aus. Allen voran Maurice Kluger, der mit einem Notendurchschnitt von 1,4 als bester Absolvent tosenden Beifall seiner Mitschülerinnen und Mitschüler erhielt.

Doch nicht nur schulische Leistungen standen an diesem Abend im Mittelpunkt, betonte Verbindungslehrer Bilal Chaudhry. Er hob das außergewöhnliche Engagement von Nilani Thalapanan und Yunus Türkmen hervor, die mit ihrem Einsatz für die Schulgemeinschaft „die Welt ein Stückchen besser machen“.

Ermutigende Worte fand schließlich auch der Gastredner des Abends. Tayfun Tok, Landtagsabgeordneter und selbst ehemaliger Absolvent der Robert-Franck-Schule, erinnerte daran, welche Chancen Bildung eröffnen kann: Den „German Dream“ gebe es auch heute noch. „Vom Hausmeister bis zur Lehrkraft sind alle hier, damit ihr eure Träume erfüllen könnt“, betonte er.

Während Azra Kaplan den Ausklang des Abends einfühlsam am Klavier begleitete, schien selbst für die sonst so lebhafte Schülerschaft für einen Moment alles gesagt. Zwischen Stolz, Erleichterung und Vorfreude auf das, was kommt, blickten die Absolventinnen und Absolventen an diesem Abend nicht auf das, was ihnen noch fehlt – sondern auf das, was sie bereits erreicht haben. Und das ist eine ganze Menge.