Campus-Weihnachtsmarkt 2025 – ein Fest der Gemeinschaft

Mit etwas Abstand betrachtet ähnelt das Geschehen einem Wimmelbild, auf dem unzählige Menschen herumwerkeln, einander begegnen oder verfehlen, Gespräche führen und viele kleine Geschichten erleben. Dies hier ist ein besonders lebendiges Vorweihnachts-Wimmelbild. Schauplatz ist das Foyer der Robert-Franck-Schule auf dem Römerhügel, es sind noch gut zwei Wochen bis Weihnachten. Parallel zum Eingang und entlang der Wände stehen Verkaufstische, hinter denen lebhaftes Verkaufspersonal die hin und her flanierende Kundschaft einem entschlossenen Direktmarketing aussetzt. Das Angebot umfasst alle denkbaren Weihnachtsleckereien, Plätzchen, Nussecken, Waffeln, Zimtschnecken und Punsch, aber auch Herzhaftes wie Hotdogs oder Sandwiches. Grüppchen von Schülerinnen und Schülern treten mit suchendem Blick auf, verschwinden kurz im Getümmel und erscheinen dann wieder, gemächlich Waffelbowl und Punschbecher balancierend. Lehrerinnen und Lehrer werden von links und rechts angerufen, bleiben stehen, kaufen, reden, versuchen vielleicht für einen Moment, mittleren Abstand zu den nächsten Ständen zu halten und bleiben dann wieder stehen. Ein komplett ausstaffierter Nikolaus und einige rentiergehörnte oder mit Leuchtmützen bekrönte Marktbesucher tummeln sich in der Menge. Das Glücksrad dreht sich, beim Ballwerfen und Wissensquiz winken Preise, und auf der Tonspur laufen weihnachtliche Ohrwürmer, hier und da untermalt von spontanen Fangesängen des aufgekratzten Publikums.

Für die RFS hat Verbindungslehrer Dejan Mikic gemeinsam mit seinem Kollegen Bilal Chaudhry und der SMV den traditionellen Weihnachtsmarkt organisiert. Mikic lobt den reibungslosen Ablauf und die entspannte Vorbereitung. Klassenübergreifend bespielt die Jahrgangsstufe 2 eine Reihe von Ständen. Ihre Einnahmen helfen dabei, den Abschlussball für alle erschwinglicher zu machen. Die Organisatorinnen sind zufrieden: „Der Aufwand hat sich gelohnt. Alle Klassen haben mitgemacht.“ Gleich am nächsten Tag werden sie am Sozialstand auf dem Ludwigsburger Weihnachtsmarkt einen weiteren Verkaufseinsatz auf die Beine stellen. –

Genau wie auf den gemalten Bildern offenbart auch der Blick auf dieses vorweihnachtliche Gewimmel verschiedene Typen von Beteiligung und Engagement. Hinter den Verkaufstischen gibt es die stillen Schaffer, die munteren Anrufer oder auch die wandernden Werber, die ihre Angebote direkt in die Menge tragen. Aufseiten der Kundschaft zeigen sich etwa die breit vernetzten Kontakter, mehr redend als kaufend, oder die selbstvergessenen Esser, mit vollem Mund schon nach Neuem Ausschau haltend. Eine Schule wie die RFS bringt viele Menschen zusammen, und alle können sich einbringen. Zum Glück finden sich dabei immer auch solche, die, oft im Hintergrund, das Ganze im Blick haben, Verschiedenes zusammenbringen und dafür sorgen, dass Tage wie dieser zu echten Festen der Schulgemeinschaft werden.