GFSen müssen nicht im Klassenzimmer hinter Lehrerpulten stattfinden. Einen deutlich spannenderen Ort erkundete kürzlich der Biologiekurs der Klassen 12/4 und 12/5: das Stuttgarter Naturkundemuseum im Schloss Rosenstein. Der Rundgang setzte den Unterricht anschaulich fort und machte das Thema Evolution sinnlich erfahrbar.
Der Saal ‚Evolution‘ überträgt die Grundlagen der Theorie in konkrete Beispiele. Vor einem großen Elefantenpräparat und einer Vitrine mit Fossilien verglichen die Schülerinnen und Schüler alte Funde mit heutigen Tieren – etwa einen 100.000 Jahre alten Waldelefanten mit dem Afrikanischen Savannenelefanten. Der helle, verglaste Raum bietet die perfekte Kulisse für beeindruckende Skelette und Modelle.
An weiteren Stationen ging es darum, wie neue Arten entstehen. Die Führung zeigte das etwa an gebänderten Schnecken. Faszinierende Launen der Natur sind Mischformen bei Tieren, etwa die Nebel- und Rabenkrähe oder der ‚Cappuccino-Bär‘. Im Bereich ‚Meer‘ lieferte der Seiwal Belege für Körpermerkmale, die sich über die Zeit verändern. Bei den Säugetieren wurde anschaulich, dass völlig verschiedene Tierarten sich auch ähnlich entwickeln können – etwa Flughörnchen und Gleitbeutler.
Der Themenraum ‚Tropischer Regenwald‘ überraschte die Besucher mit einer dichten, grün belaubten Szenerie von Bäumen und Tierpräparaten. Hier ging es darum, wie Tiere sich an ihre Umgebung anpassen und welche Rolle auffällige Körpermerkmale bei der Partnersuche spielen können.
Spiegel- und Glasflächen in den großartigen Räumen des alten Schlosses boten abwechslungsreiche Blickwinkel und verlockten immer wieder zu individuellen Entdeckungen. (Fotografierbereit gezückte Handys sind dafür ein gutes Zeichen!) Das anregende Raumkonzept zusammen mit der Führung brachte eine zentrale Botschaft des Museums greifbar auf den Punkt: Evolution hört nie auf. In einer sich ständig verändernden Umwelt gibt es nicht das eine perfekt angepasste Lebewesen. Auch der Mensch ist es nicht… – Wozu GFSen doch gut sein können!









